Bell B45E 4x4 bewährt sich im anspruchsvollen Dolomitabbau
Ostrauer Kalkwerke optimieren Abraum- und Transportprozesse
Produktiver Abraumtransport unter Extrembedingungen
Bell B45E 4x4: Hohe Nutzlast und sichere Traktion im Dolomitabbau
Die Ostrauer Kalkwerke GmbH in Sachsen stehen seit Jahrzehnten für die zuverlässige Gewinnung und Verarbeitung von Dolomit. Nach der Privatisierung 1991 entwickelte das Unternehmen die Produktion konsequent weiter – mit Investitionen in moderne Aufbereitungstechnik, effiziente Logistik und ein erweitertes Produktportfolio. Neben Dolomitkalkprodukten für die Land- und Forstwirtschaft gehören heute auch Stallhygiene-Produkte, Gesteinskörnungen, Splitt- und Schottermischungen sowie Gabionenfüllungen und Lehmbaustoffe zum Angebot. Der Steinbruch umfasst rund 25 Hektar, die jährlich erhebliche Erd- und Abraumbewegungen erfordern – insbesondere in der winterlichen Nebensaison, wenn auf engem Zeitplan Rekultivierungsflächen erschlossen und verfüllt werden müssen.
Für die Abraumkampagne 2025 suchte das Unternehmen eine Transportlösung, die hohe Nutzlasten, sichere Traktion und verlässliche Verfügbarkeit vereint. Im Zuge eines Feldtests wurde erstmals ein Bell B45E 4x4 eingesetzt. Der knickgelenkte Allrad-Zweiachser überzeugte auf Umläufen mit bis zu 20 % Steigung, wechselnden Untergründen und lehmig-sandigen Passagen mit stabiler Performance und hoher Effizienz. In Kombination mit dem 50‑Tonnen‑Großbagger Hitachi ZX490 LCH‑7 und dem Radlader Hitachi ZW310 fügte sich der B45E 4x4 nahtlos in die Förderkette ein. Nach den positiven Praxiserfahrungen wurde die Maschine ab Anfang 2025 als Schlüsselkomponente für Produktion, Flächenerschließung und -verfüllung übernommen – als Teil einer Systemlösung von Kiesel, die auf verfügbare Leistung im Ganzjahresbetrieb ausgelegt ist.
Hohe Nutzlast – weniger Umläufe, mehr Output
Der Bell B45E 4x4 bringt in Ostrau seinen Volumen- und Nutzlastvorteil konsequent auf die Strecke. Mit einer gehäuften Muldenkapazität von rund 28,5 m³ realisiert der Zweiachser im Alltag Einzellasten von etwa 44 t und übertrifft damit die bisher eingesetzten 30‑Tonnen‑Knicklenker deutlich.
Der Effekt in der Abraumkampagne: spürbar weniger Umläufe bei gleicher Zielmenge, kürzere Taktzeiten und geringere Maschinenbindung entlang der gesamten Förderkette. Im Zweischichtbetrieb stabilisiert der B45E 4x4 so die Versorgung der Aufbereitung – ein messbarer Effizienzhebel, der Zeitfenster schließt und Planungssicherheit schafft.
Traktion und Spurtreue auf schwierigem Terrain
Lehmig-sandige Passagen, tiefe Rinnen, nasse Witterung: Bedingungen, unter denen selbst 6x6‑Dumper an Grenzen stoßen. Der Bell 4x4 behauptete sich hier mit souveränem Vortrieb.
Unterschiedliche Achsspuren und Aufstandsflächen, Allradantrieb mit intelligenter Traktionskontrolle sowie die passende Bereifung sorgen dafür, dass der Muldenkipper auch nach mehreren Übergängen fahrstabil bleibt – ohne aufwendige Wegepflege. Steigungen bis zu 20 % meistert er verlässlich. Das Resultat: konstant produktive Umläufe, weniger Unterbrechungen und mehr Verfügbarkeit im laufenden Betrieb.
Sicherheit und Verfügbarkeit im Mehrschichtbetrieb
Gerade im Ganzjahreseinsatz zählen sichere Brems- und Abfahrtsleistungen. Die vollautomatische Retarderfunktion an allen vier Rädern, leistungsfähige Ölbadbremsen und der fein abgestimmte Antriebsstrang übertragen die 390 kW des Motors kontrolliert auf die Strecke.
Auf den 1.000–2.000 m langen Umläufen der Ostrauer Kalkwerke zahlt sich das täglich aus: Der B45E 4x4 hält Takt und Tempo bei wechselnden Bedingungen, schützt Fahrer und Material und stabilisiert damit die Prozesskette – ein Plus an Sicherheit, das sich unmittelbar in Verfügbarkeit und Planbarkeit niederschlägt.
Wirtschaftlichkeit pro Tonne – Effizienz im Fokus
Trotz hoher Lasten arbeitet der Bell B45E 4x4 sparsam. In Ostrau lag der Durchschnittsverbrauch bei rund 20,6 l/h über knapp 1.200 Betriebsstunden – großteils im Abraum bei Maximallasten. Im Vergleich zu 30‑Tonnen‑Maschinen mit 28–29 t Einzelladung ergibt sich pro transportierter Tonne ein Effizienzvorteil von etwa 25 %.
Für einen Steinbruch mit hohen Jahreslaufleistungen ist das ein relevanter Kostenvorteil: weniger Kraftstoff je Tonne, geringere Umlaufzahlen und insgesamt niedrigere Stückkosten im Materialfluss.
Das sagt der Produktexperte von Kiesel zum Bell B45E 4x4
Zukunftsfähige Transportprozesse im Steinbruchbetrieb mit dem Bell B45E 4x4
Mit dem Bell B45E 4x4 haben die Ostrauer Kalkwerke gemeinsam mit Kiesel eine Transportlösung etabliert, die Produktivität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im anspruchsvollen Steinbruchumfeld vereint. Als fest integrierter Bestandteil der Förderkette beschleunigt der Zweiachser nicht nur den Abraumtransport, sondern stabilisiert auch die gesamte Prozesskette im ganzjährigen Betrieb.
Im Zusammenspiel mit Hitachi ZX490 LCH‑7 und ZW310 entsteht eine leistungsstarke Systemlösung, die dieAnforderungen moderner Rohstoffgewinnung zuverlässig erfüllt. Die Kombination aus hoher Nutzlast, sicherer Traktion und wirtschaftlichem Verbrauch macht den B45E 4x4 zu einem nachhaltigen Baustein für langfristig planbare und zukunftsorientierte Produktionsabläufe.