Ein Stück Technikgeschichte lebt wieder auf
Fuchs Bagger aus den 1970ern erstrahlt in neuem Glanz
In vier Monaten vom verrosteten Oldtimer zum Ausstellungsstück
Stockstadt am Rhein, 3. Dezember 2025
Seit den 1950er-Jahren verbindet Kiesel und Fuchs eine besondere Geschichte. Damals eröffnete Helmut Kiesel eine kleine Fuchs-Servicestation – der erste Schritt auf dem Weg zum heutigen Unternehmen Kiesel – Mein Systempartner. Bis heute gehört Fuchs zu den zentralen Handelsmarken im Kiesel-Portfolio.
Vor diesem Hintergrund bedeutet die Restaurierung des Fuchs 301, Baujahr 1977, weit mehr eine optische Auffrischung – sie bewahrt gleichzeitig ein Stück Unternehmensgeschichte. Die Maschine, ein Geschenk eines langjährigen Freundes des Hauses, ist Teil dieser gemeinsamen Geschichte und sollte nach Jahren im Coreum wieder aufgearbeitet werden.
Im Sommer begann das Werkstatt-Team der Kiesel Fabrik mit der Restaurierung und setzte das Projekt mit viel Engagement um. Ein besonderer Dank geht daher an die Kollegen der Kiesel Fabrik, die mit großer Leidenschaft und Know-how an diesem Projekt gearbeitet haben. Vier Monate lang wurde mit viel Liebe zum Detail geschliffen, lackiert und beschriftet – und dabei so manche Herausforderung kreativ gelöst.
Vier Monate Detailarbeit – so lief die Restaurierung
Der Fuchs 301, Baujahr 1977, kam vor Jahren als Geschenk eines langjährigen Freundes des Hauses zu Kiesel und stand seitdem auf dem Coreum-Gelände. Die Zeit ging nicht spurlos an ihm vorbei: Der Lack war stumpf und verwittert, Rost hatte sich an vielen Stellen festgesetzt, die Reifen waren beschädigt. Die Maschine war deutlich in die Jahre gekommen und benötigte eine umfassende Überarbeitung.
Im Juni 2025 begann die Aufarbeitung des Fuchs 301. „Das war etwas, das wir immer dann gemacht haben, wenn gerade Luft war“, beschreibt der Projektverantwortliche Alessandro Sacco den Ablauf. Kein Projekt mit festem Zeitplan, sondern eine Aufgabe, die Schritt für Schritt vorankam.
Zuerst wurde der Rost entfernt und die Bleche aufgearbeitet – eine heikle Arbeit, die viel Fingerspitzengefühl erforderte. „Man durfte nicht zu viel und nicht zu wenig abschleifen, sonst wäre das Blech direkt durch gewesen“, erklärt Sacco. Danach folgte die Lackierung: das typische Fuchs-Blau für den Oberwagen und Rot für den Unterwagen. Parallel kümmerte sich Lackierer-Azubi Marvin Linder um die Felgen und sorgte für ein perfektes Finish. Auch die Beschriftung wurde erneuert und dem Original nachempfunden..
Herausforderungen, Lösungen und ein starkes Ergebnis
Die Restaurierung brachte einige knifflige Aufgaben mit sich. Besonders die Reifen stellten das Team vor Herausforderungen: Bei alten Maschinen wie dem Fuchs 301 handelt es sich um Sprengring-Felgen – eine Technik, die heute kaum noch üblich ist. „Nicht jeder Reifenhändler kann oder möchte solche Reifen montieren“, erklärt Alessandro Sacco.
Die Lösung kam in zwei Schritten: Zunächst stellte unser Partner BKT die neuen Reifen zur Verfügung – ein wichtiger Beitrag, ohne den das Projekt nicht möglich gewesen wäre. Für die Montage fand sich schließlich ein erfahrener Spezialist: Reifen Müller in Gernsheim. „Die Experten vor Ort haben das problemlos umgesetzt, obwohl es nicht alltäglich ist“, so Sacco.
Auch die Beschriftung war eine Herausforderung. Die originalen Metallbuchstaben sind heute extrem selten. Gemeinsam mit einem örtlichen Werbetechniker entwickelte das Team eine Kunststofflösung, die dem Original täuschend ähnlich sieht.
Nach vier Monaten Arbeit präsentiert sich der Fuchs 301 nun in seiner typischen Farbgebung: Fuchs-Blau am Oberwagen, Rot am Unterwagen und frisch lackierte Felgen. Voll funktionsfähig, aber zu schade für den Baustelleneinsatz, wird er künftig als restauriertes Highlight im Coreum stehen – ein Stück erlebbare Technikgeschichte für alle Baumaschinenfans. Ein besonderer Dank und Glückwunsch an die Kollegen der Kiesel Fabrik, die diese Restaurierung möglich gemacht haben.
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