Einer für alles

Thommen in Kaiseraugst kauft seit vielen Jahren Fuchs und nutzt aktuell einen KMC355F mit drei verschiedenen Auslegern

Die Thommen AG ist ein zertifiziertes Recyclingunternehmen in der Schweiz, das sich überwiegend mit dem Recycling von Eisenschrott, Autos, NE-Schrott und Elektroschrott beschäftigt. Dabei sind beispielsweise einer der größten Shredder in der Schweiz sowie eine große stationäre Schere im Einsatz. Der Hauptsitz der Thommen AG, die in der dritten Generation in Familienbesitz und seit 75 Jahren am Markt tätig ist, befindet sich in Kaiseraugst. Seit kurzem gehört auch ein KMC355F mit mobiler Schrottschere zum Maschinenpark.

Zum Unternehmen gehören 11 Tochtergesellschaften und zahlreiche Beteiligungen, damit ist Thommen eines der größten Recyclingunternehmen in der Schweiz. Die Thommen AG arbeitet nach den festen Grundsätzen ihres Leitbildes, in dem Werte wie Leidenschaft, Wirtschaftlichkeit, Familienorientierung, Nachhaltigkeit und Zukunftsorientierung verankert sind. Herbert Gerspacher ist seit knapp sieben Jahren Hauptbetriebsleiter in der Niederlassung in Kaiseraugst und als solcher auch für den kompletten Maschinenpark vor Ort verantwortlich.

Auf dem Platz sind drei Kettenbagger von Fuchs im Einsatz, ebenso arbeiten dort drei mobile Umschlagmaschinen sowie ein Fuchs FQC mit Schere und Ladeeinrichtung und diese pflegt. Jüngstes Mitglied des Maschinenparks ist der KMC355F, der mit drei Auslegern arbeitet: Mit kurzem Ausleger und Schere, einer Standardladeeinrichtung samt Greifer sowie mit dem Kranausleger.

Günstigere Produktion dank verschiedener Ausleger

Für die Anschaffung des Kiesel Multi Carriers waren verschiedene Gründe ausschlaggebend: Thommen benötigte einerseits eine größere Maschine, um mit der stärkeren Schere große Schrottteile schneiden zu können, die nicht unbearbeitet in die große stationäre Schere geschickt werden können. Des Weiteren ersetzt der KMC in beim Be- und Entladen von Waggons und Lkw sowie im Materialumschlag. Auf jeder Umschlagmaschine wird nach der Philosophie der Nachhaltigkeit ein Stammfahrer eingesetzt, der sich intensiv um die Maschine kümmert Kaiseraugst nun immer dann einen Kran, wenn sehr große und schwere Teile angeliefert werden und verarbeitet werden müssen. Bisher musste für diese Aufgaben extra ein Kran angemietet werden. Durch diese Erleichterung kann die Entsorgung von beispielsweise großen Trafos, Druckmaschinen, schweren Maschinenteilen wie Fräsen oder Drehbänke, die häufig um die 20 Tonnen wiegen können, den Kunden von Thommen günstiger angeboten werden, da nicht erst ein Kran gemietet werden muss und somit nicht nur die Mietkosten entfallen, sondern auch die Anmietung nicht erst organisiert werden muss, wodurch die Abläufe insgesamt schneller und effizienter werden.

Jeden Tag wird mehrfach zwischen den Auslegern hin- und hergewechselt, dabei liegt der Tätigkeitsschwerpunkt des KMC355F auf dem Einsatz mit der Schere, daneben kommen Kraneinsätze und, wenn Not am Mann ist, kommt der KMC auch mit Greifer im Umschlag als Springer zum Einsatz, beispielsweise, wenn schnell Waggons oder Lkw beladen müssen und die anderen Maschinen ausgelastet sind.

Produktivität und Sicherheit

„Einer der ganz großen Vorteile des KMC ist der schnelle Auslegerwechsel, das dauert kaum eine Minute und der Fahrer muss dafür nicht mal aus der Kabine aussteigen“, so Gerspacher. Der Fahrer, der den KMC überwiegend bedient, ist seit Jahren bei Thommen. Der Maschinenführer ist von der Maschine ebenfalls überzeugt. „Anfangs hat mir die Maschine mit ihrer großen Kraft doch Respekt eingeflößt, mittlerweile ist der KMC für mich ein Bagger wie jeder andere.“ Grundsätzlich möchten alle Maschinenführer gerne mal mit der Maschine fahren, berichtet Gerspacher, wenn man jedoch sehe, wie an der Maschine große Mengen Schrott hingen, sei das doch eine Sache, die allen Respekt abverlange. Mit der Leistung des KMC sei man im Unternehmen mehr als zufrieden. Ebenso sei man von der Sicherheit der Maschine und auch von der neuen Fuchs-Kabine überzeugt: „Die neue Kabine auf dem KMC hat mich gleich fasziniert, da sie sehr durchdacht aussieht. Sie ist stabil und sicher, sodass unsere Mitarbeiter darin gut aufgehoben sind“, so Gerspacher.

Die Geschäftsbeziehung zwischen Thommen und Kiesel besteht seit vielen Jahren, so haben schon die beiden Seniorchefs bereits miteinander Geschäfte gemacht, heute laufe das meiste über Dominik Erath, dem Geschäftsführer der Kiesel Technologie und Entwicklungs GmbH (KTEG): „Hier wird nicht lange gefragt, da werden immer ganz schnell Lösungen gesucht und auch gefunden. Das macht wirklich Spaß“, so Gerspacher. Auch in problematischen Fällen, wenn ganz dringend Ersatz benötigt wird, habe Kiesel ganz fantastische Reaktionszeiten. Alles in allem sei es eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Erschienen in: Kiesel Welt 2018-01