Arbeitstier im Kalksteinbruch

Hitachi ZX670LCH-5 löst und verlädt täglich 2.500 Tonnen Kalkstein im Steinbruch in Giengen-Burgberg

Mit drei effizienten Ladespielen belädt der ZX670LCH-5 den 30-Tonner-Dumper von Bell.

Die Nachfrage nach Kalkstein nimmt immer weiter zu, auch weil Kiesabbau mit hohem Flächenverbrauch verbunden ist. Beim Abbau des Kalksteins im Steinbruch der H&K Kalkstein GmbH & Co. KG in Giengen-Burgberg kommt seit vergangenen Herbst ein Hitachi ZX670LCH-5 zum Einsatz. Grund genug, die junge Firma im Januar zu besuchen und nach ihren Erfahrungen mit dem Bagger zu befragen.

Mit insgesamt 13 Mitarbeiter wird bei H&K der Steinbruch betrieben. Dabei werden jeden Tag etwa 2.500 t Kalkstein gefördert. Derzeit wird die komplette Tagesförderung auch sofort verkauft, unter anderem wird Betonsplit an die Großbaustelle in Dornstadt geliefert, wo der Albabstiegstunnel errichtet wird. Das Unternehmen gehörte bis 2014 zu einem Konzern, dann wurde es mit einigen Investitionen zum echten Schotterwerk gemacht und als Tochter der Firma Wager-Fischer neu gegründet. Aus dem abgebauten Kalkstein werden alle Frostschutzschichten, Schottertragschichten, Schottergemische und Splitte nach 12X20 hergestellt. Viele Kunden im Straßen- und Tiefbau wie Leonhard Weiss oder auch Betonwerke der Umgebung greifen auf die Kalkstein-Produkte von H&K zurück. Darüber hinaus wird auch Düngekalk an die Landwirtschaft geliefert.

Simon Hittinger ist seit vergangenem Jahr Geschäftsführer und sehr damit beschäftigt, das Unternehmen wieder neu aufzustellen, Betriebsabläufe zu optimieren und mit der Zeit weitere Produkte und Dienstleistungen ins Portfolio aufzunehmen. Seine Arbeit findet daher derzeit vor allem im Steinbruch selbst und nicht am Schreibtisch statt. Im vergangenen Herbst ging es auch darum, sehr schnell einen neuen, zuverlässigen und effizienten Gewinnungsbagger zu kaufen, da die bis dahin vorhandenen Maschinen nicht für den Steinbruch geeignet, bzw. schon sehr viele Stunden absolviert hatten und ein effizienter Betrieb mit diesen nicht mehr möglich war. Kiesel konnte mit dem Hitachi ZX670LCH-5 nicht nur am schnellsten liefern, sondern Hittinger kannte auch die robuste Qualität der Hitachi-Maschinen aus seiner bisherigen Berufserfahrung. „Jetzt ist mir die Schnelligkeit am wichtigsten, der 30-Tonnen-Muldenkipper kann mit dem ZX670 in einer halben Minute geladen werden. Der Fahrer kommt super mit der 5m3- Schaufel zurecht.“ Auch mit der Vertriebs-und Servicemannschaft von Kiesel ist Hittinger schon länger vertraut und nach wie vor zufrieden: „Wenn man Hilfe braucht, ist sehr schnell jemand von Kiesel da.“

Zwei Baggerfahrer bedienen bei H&K die Maschinen, jede Maschine wird immer vom gleichen Mitarbeiter gefahren, der diese auch in- und auswendig kennt und das Beste aus ihr herausholen kann. Fahrer Robert Morawek der seit 20 Jahren Bagger mit Tieflöffel fährt und lange Fahrzeuge eines Marktbegleiters genutzt hat, ist sehr zufrieden mit dem neuen ZX670LCH-5: „Der Bagger macht einen guten Eindruck und je nach Festigkeit des Materials kann ich mit drei Ladungen den Muldenkipper füllen. Diese Geschwindigkeit und Präzision der Maschine beim Drehen ist wirklich sehr außergewöhnlich.“ Die Schwierigkeit im Kalksteinbruch liegt darin, dass das Material, dass durch Sprengung einmal täglich angelöst wird, sehr unterschiedliche Härtegrade haben kann. Zunächst muss dann das Gestein gelöst werden. Die unterschiedlich großen Brocken müssen dann zerkleinert werden, bevor sie abtransportiert werden können. Und Morawek hat noch einen weiteren Vorteil ausgemacht: „Der Bagger ist sehr gut im Verbrauch, auch bei der schweren Arbeit kommen wir mit 30 Litern pro Stunde aus.“

Erschienen in: Kiesel Welt 2017-01