Zwei Fuchs-Bagger stemmen Umschlag im Amsterdamer Hafen

Schwergewichte für Big Player

Das Beispiel KB Handel & Vermietungs GmbH aus Goch verdeutlicht, wie eng die innereuropäischen Verflechtungen auf Seiten vieler Unternehmen heute bereits sind. So sind Maschinen des deutschen Unternehmens an dessen Standort im Hafen von Amsterdam im Einsatz. Dort verarbeitet und vertreibt KB primäre und sekundäre Rohstoffe für die Stahl- und Ölindustrie. Als zweitgrößter Lieferant von Anthrazitkohle ist das Unternehmen für den internationalen Stahl-Markt ein Big Player. Eine entscheidende Rolle im Fuhrpark aus 23 Baumaschinen spielen zwei Fuchs-Umschlagbagger vom Systempartner Kiesel.

Ein großer Vorteil der Maschinen liegt in der Ausladung von bis zu 24,5 Metern.

Wenn ein Binnenschiff an einem der Kais anlegt, sind die Mitarbeiter der KB Handel & Vermietungs GmbH hoch konzentriert, denn die Ladung muss innerhalb der Frist gelöscht werden. Steht der Kahn im Hafen von Amsterdam länger als geplant, wird’s teuer, und zwar zwischen 10.000 und 35.000 Dollar pro Tag. Geschäftsführer Jan-Otto van Olst verlässt sich auf sein Team. Und die Maschinen. Kiesel steht dem Unternehmer als Systempartner mit Rat und Tat zur Seite. Jüngste Anschaffung ist ein Fuchs MHL375F, der zusammen mit seinem „großen Bruder“ MHL390 das Beladen und Löschen der Schiffe stemmt.

Zweitgrößter Händler für Anthrazit

Schrott und Anthrazit gehören zu den Gütern, um die sich hier alles dreht. Der kleinere Zweig des Unternehmens konzentriert sich auf jährliche 300.000 Tonnen Schrott, angeliefert aus Deutschland und diversen Anrainerstaaten, der nach dem Recycling in die ganze Welt verkauft wird. Die KB agiert als Dienstleister für den Schweizer Stahl- und Rohstoffkonzern Duferco und ist verantwortlich für Einkauf, Logistik/Transport, Qualitätskontrolle und Platzmanagement, wenn die aufbereiteten Rohstoffe auf die Seeschiffe verladen werden.

Der größere Bereich der KB ist fokussiert auf die Herstellung von Anthrazit, ein Kohleharz, das für die Stahlerzeugung benötigt wird. In Europa fungiert die KB mit ihrem Fuhrpark aus 23 Maschinen, 22 Festangestellten und mehreren Subunternehmern als zweitgrößter Händler. Allein 800.000 Tonnen Rohstoffe werden pro Jahr aus Russland angeliefert, auf dem 16 Hektar fassenden Gelände aufbereitet und in den weltweiten Handel abgesetzt.

Ein weiteres Plus bildet die Standfestigkeit des schweren Unterwagens, der die Maschinen stützt, wenn diese große Lasten heben.

Füchse bestimmen den Taktschlag

Die Maschinen bestimmen den Taktschlag der Arbeitsprozesse. Die bis zu 90 Tonnen schweren Fuchs Bagger meistern den Umschlag, der MHL375F beschickt zudem die Siebanlage. Der erste Vorteil der Maschinen liegt in ihrer Kraftstoffeffizienz. Im Gegensatz zu den Vorgängern, die von einem anderen Hersteller stammten, spart der Betrieb laut van Olsen pro Fuchs bis zu 10 Liter Kraftstoff pro Betriebsstunde.

Ein weiteres Plus bildet die Standfestigkeit des schweren Unterwagens, der die Raupenbagger stützt, wenn diese große Lasten von 6,5 Tonnen – im Sonderfall sogar bis zu 12 Tonnen – bei einer Ausladung von 24,5 Metern heben.

Die Fahrer zeigen sich begeistert vom Komfort der Kabinen, der ihnen die langen Schichten erleichtert, als auch von der optimalen Rundum-Sicht. Der MHL375F läuft für die KB seit einem Jahr, hat mittlerweile 1.600 Betriebsstunden auf der Uhr. Der MHL390 dagegen ist mit drei Monaten und 400 Betriebsstunden der „Newbie“ im Team. „Der 375er ist vom ersten Tag an super gelaufen“, begründet van Olst die Entscheidung, den Fuhrpark um den MHL390 aufzustocken, der mit einem neu entwickelten Motor für noch mehr Kraftstoffeffizienz sorgt. Als Anbaugeräte werden Schrott- und Schalengreifer eingesetzt.

Der 375er ist vom ersten Tag an super gelaufen.

Jan-Otto van Olst

Kurze Reaktionszeiten wenn’s „brennt“

Wichtiger als die Maschinen ist für Geschäftsführer Jan-Otto van Olst der Service, denn „heutzutage werden ja keine schlechten Maschinen mehr gebaut.“ Ausschlaggebend sei die kurze Reaktionszeit, wenn es drauf ankommt. „Sofortiger Service“, fasst van Olst das einfache Prinzip zusammen, das sein Unternehmen mit Kiesel verschweißt. Werden Kähne beladen und gelöscht, herrscht Ausnahmezustand, ist die Mannschaft 24/7 im Einsatz, auch am Wochenende. van Olst hat für seine Füchse einen Fullservice-Vertrag, er selbst sorgt für die Maschinenführer „und tut Diesel rein“, alles andere „ist Kiesels Aufgabe“. Er nennt das „sein Rundum-Sorglos-Paket“.

Für die Zukunft schmieden die KB und Kiesel bereits das nächste Eisen. Der niederländische Recycling-Experte plant die Erweiterung seines Werksgeländes, sowie einen neuen Dienstleistungsbereich. Und dafür käme dann das Schwergewicht eines Mantsinen ins Spiel.