Saubermacher setzt auf sauberen Elektroantrieb

Der Name ist Programm

Ob durch die Forschungs-Kooperation mit Universitäten oder den Einsatz modernster Technologien – in vielen Bereichen arbeitet die Firma Saubermacher daran, sich auch über Österreichs Grenzen hinaus als der innovativste Entsorgungsbetrieb zu etablieren. Einen weiteren Schritt dazu setzte das Unternehmen, das zahlreiche Standorte in Österreich und im europäischen Ausland unterhält, am Standort Wien Oberlaa, wo mit einem neuen MHL820F MZS der erste Fuchs Elektro-Umschlagbagger in einem Recyclingbetrieb der Unternehmensgruppe seine Premiere feierte.

Auch beim Umschlag der gepressten Ersatzbrennstoffe zeigt der Fuchs MHL820F MZS seine Stärken.

Seit der Gründung im Jahr 1979 entwickelte sich die Saubermacher Dienstleistungs AG zu Österreichs führendem privaten Entsorgungs- und Verwertungsunternehmen. Am Standort in Wien Oberlaa betreibt das Unternehmen eine Aufbereitungsanlage, mit der jährlich bis zu 90.000 t Gewerbeabfälle aus dem Großraum Wien sowie dem angrenzenden Niederösterreich verarbeitet werden. Außerdem verfügt der Standort über eine Sortieranlage für verschiedene Kunststoffabfälle, einen Bereich für die Elektro-Altgeräteaufbereitung und ein Lager für diverse gefährliche Abfälle. Ein wesentlicher Teil der Abfälle wird in Wien sortiert und dann an anderen Saubermacher-Standorten weiter verarbeitet. Ein Bereich, der in Zukunft noch stärker an Bedeutung gewinnen wird, ist die Sammlung und die Umladung von Lithium-Ionen-Batterien und -Akkus.

Die Profis von Saubermacher verfolgen mit „Zero Waste“ die Vision der konsequenten Kreislaufführung. Das bedeutet, dass sämtliche Abfallmaterialien so aufbereitet werden sollen, dass sie unendlich im Stoffkreislauf geführt werden können.

Saubere Leistung in der Halle

Die enge Zusammenarbeit mit den Behörden sowie die Einhaltung aller relevanten Auflagen ist für das Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Arbeitsgeräte werden generell in der höchsten verfügbaren Abgasstufe angeschafft.

Seit kurzem verstärkt auch dieser neue Radlader Hitachi ZW220-6 den Betrieb der Firma Saubermacher in Wien-Oberlaa.

Saubere Leistung mit Elektroantrieb

Mit Kiesel ist die Saubermacher Gruppe seit Jahren durch eine enge Zusammenarbeit verbunden. Rund ein Drittel der in Österreich eingesetzten Umschlaggeräte stammen aus dieser Partnerschaft, dazu kommen weitere Radlader und Mobilbagger.

Helmut Rauscher, verantwortlich für das Fuhrparkmanagement der Firma Saubermacher, erklärt: „Für die Firmengruppe Saubermacher ist der neue Fuchs MHL820F MZS das erste Elektrogerät. Wir wollen nicht nur bei der Technik federführend sein, sondern auch in der Ökologie. Natürlich haben wir uns im Vorfeld am Markt über das Angebot informiert und nicht zuletzt aufgrund der guten Erfahrungen mit der Marke Fuchs und der After Sales Betreuung durch das Team der Firma Kiesel für dieses Gerät entschieden. Wir wollen damit einerseits CO2 einsparen, erwarten uns natürlich aber auch hinsichtlich der
Instandhaltung und Verfügbarkeit ein attraktives Gerät.“

Wir wollen nicht nur in der Technik federführend sein, sondern auch in der Ökologie.

Helmut Rauscher

Überzeugt nach Testbetrieb

Eingesetzt wird der neue Elektro-Umschlagbagger in der Aufbereitungsanlage für Gewerbeabfälle. In der Halle sind zwei Elektro-Anschlüsse verfügbar. „Das Gerät ist einer der zentralen Leistungsträger hier am Standort, denn es beschickt im Drei-Schicht-Betrieb die größte Anlage, die wir hier am Standort Wien haben. Aus diesem Grund ist für uns auch die Qualität der After Sales Betreuung so wichtig. Grundsätzlich wollten wir mit der Entscheidung für einen Elektro-Umschlagbagger den Serviceaufwand sowie die Betriebskosten reduzieren, die aus dem wartungsfreundlichen Elektroantrieb resultieren,
und gleichzeitig die Geräte- und Anlagen-Verfügbarkeit erhöhen. Nach einem sehr positiv verlaufenen Testbetrieb über drei Monate haben wir uns für den Ankauf entschieden.“

Flexibel einsetzbar

Der neue Fuchs MHL820F MZS ersetzt ein älteres Dieselgerät derselben Gewichtsklasse. Mit 20 t Dienstgewicht, einer Ausladung von 9,2 m und 4-Punkt-Abstützung ist die Maschine ideal für den flexiblen Einsatz im Recycling-Umschlag. Durch die Stromversorgung über das Schleppkabel kann der Fuchs MHL820F MZS innerhalb der großzügigen Kabelreichweite schnell den Standort wechseln und benötigt dank direktem Stromanschluss weder Tankfahrten noch Akku-Ladepausen.

Leistungsträger: Am Standort Wien Oberlaa der Firma Saubermacher beschickt der neue Elektro- Umschlagbagger Fuchs MHL820F MZS im Drei- Schicht-Betrieb die größte Aufbereitungsanlage für Gewerbeabfälle.

Gewohnte Bedienelemente machen das Arbeiten leicht

Franz Nagl, zuständiger Betreuer der Firma Kiesel, ergänzt: „Der Fuchs MHL820F MZS ist zwar von Grund auf als Elektro-Mobilbagger konzipiert, die Maschinenbedienung ist aber nahezu identisch mit der Dieselvariante und der Fahrer muss sich nicht umgewöhnen.“

Zusätzlich kommt nun bei Saubermacher ein neuer Hitachi Radlader ZW220-6 zum Einsatz, der im Bereich der Splittinganlage den Gewerbemüll bzw. Ersatzbrennstoff verlädt. Der neue Radlader wird in der gleichen Halle wie der Elektro-Umschlagbagger
arbeiten.

Ausgerüstet für die Anforderungen vor Ort

Für die Beschickung der Aufbereitungsanlage ist der MHL820F MZS mit Vollgummireifen und einer Schutzbelüftungs-Anlage ausgerüstet. Zur Überbrückung der Wegstrecken
zwischen den Elektro-Anschlüssen verfügt er über ein Powerback in Form eines 2-Zylinder Hatz Motors. Sehr gut angenommen wird von den Fahrern die neue Kabine, die mit Klimaanlage, Joy Stick-Lenkung und optimalen Sichtverhältnissen punktet.

Offen für weitere Elektro-Maschinen

„Wir haben als Unternehmen schon mehrfach bewiesen, dass wir bei Investitionen in neue Technologien durchaus mutig sind. Für einen verstärkten Einsatz des Elektro-Antriebs in unseren Recycling-Betrieben sind wir durchaus offen, neben der Ökologie muss natürlich aber auch die Ökonomie stimmen. Darüber hinaus muss auch das Arbeitsprofil zu einem kabelgebundenen Gerät passen bzw. ein möglicher Akku-Antrieb entsprechend leistungsfähig sein“, betont Thomas Reischl, Direktor Logistik und Produktion bei Saubermacher abschließend.