Zweckverband Abfallwirtschaft entscheidet sich für Kiesel

Aussortiert

Wenn ein Bagger wie ein Maßanzug passen soll, dann ist der Entscheidungsprozess nicht immer einfach. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße durchforstete strategisch den Markt, um sich nach einem minutiösen Sondierungsprozess für einen Fuchs MHL320F von Kiesel zu entscheiden.

Sortieren ist ein Kernthema des Zweckverbands Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB). Auch bei der Wahl eines neuen Umschlagbaggers war Sortieren angesagt – genauer gesagt: Aussortieren. „Wir hatten sehr spezifische Anforderungen an den neuen
Bagger und haben darum erst mal nach dem Ausschlussprinzip den Markt sondiert“, erklärt Wolfram Gutknecht, Leiter des Abfallwirtschaftszentrums, seinen Entscheidungsprozess.

Der Zweckverband ZAKB ist öffentlich-rechtlicher Entsorgungsträger für die privaten Haushalte seiner 22 angegliederten Kommunen. Einzelne Tochtergesellschaften übernehmen für den ZAKB spezifische Leistungen, wie zum Beispiel Energieprojekte rund um Photovoltaik und Biogasanlage oder auch das Einsammeln des privaten Restmülls und der Gelben Säcke. Mit den Gelben Säcken werden gebrauchte Leichtverpackungen gesammelt – über 460 Kilogramm sind das laut den Dualen Systemen Deutschland durchschnittlich pro Person und Jahr. Im Abfallwirtschaftszentrum Heppenheim werden die Gelben Säcke nach der Sammlung verladen. Für diese Aufgabe ist seit vielen Jahren ein Umschlagbagger zuständig, der nun aus Altersgründen ersetzt werden sollte.

Wolfram Gutknecht, Leiter des Abfallwirtschaftszentrum des ZAKB und Oliver Flecchia, verantwortlich für den Anlagenbetrieb, setzen große Hoffnung in den neuen MHL320F.

Gesucht: die passende Maschine für die lokalen Gegebenheiten

„Wir hatten sehr spezifische Anforderungen an den neuen Bagger, die in ihrer Kombination gar nicht so leicht zu lösen waren“, berichtet Oliver Flecchia, zuständig für den Anlagenbetrieb im Abfallwirtschaftszentrum.

Der Sortiervorgang findet in einer Halle statt. Also war zunächst einmal eine abgedichtete Kabine mit Schutzbelüftungsanlage erforderlich, um den Betrieb in der Halle überhaupt zu ermöglichen. Die Höhe des Hallendachs mit nur 8 Metern stellte die nächste Hürde dar, über die viele Marken und Modelle nicht mehr hinwegkamen. Ein Bagger, der hier arbeitet, muss über einen sehr kurzen Arm verfügen und trotzdem noch eine Ausladung bieten, mit der auch Lkw mit Ladehöhen von 4,05 Metern bedient werden können. Der Fuchs MHL320F spielte sich bei dieser Selektion sehr schnell in das Favoritenfeld.

Mit seinem 9,20 Meter langen Arm passt er perfekt, hat noch genügend Spielraum und die optimale Reichweite für Sortieranlage und Lkw. Die integrierte elektronische Überlastwarnung mit Höhen- und Ausladungsbegrenzung verringert außerdem zusätzlich die Kollisionsgefahr mit den niedrigen Decken auf ein Minimum.

Da der alte Bagger mit 18 Tonnen Dienstgewicht ständig an seiner Leistungsgrenze arbeitete, sollte das neue Modell darüber hinaus auch aus der nächsthöheren Leistungsklasse kommen. Gerade in Kombination mit dem geforderten kurzen Arm, trennte sich hier letztendlich sehr schnell die Spreu vom Weizen. „Und selbstverständlich
musste die gesuchte Maschine unterm Strich dann auch ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis für uns bieten“, so Gutknecht.

Passgenau auf die Anforderungen des Zweckverbands wurde der Fuchs MHL320F ausgewählt und von Kiesel konfektioniert.

Gefunden: Fuchs MHL320F von Kiesel

Die letzte entscheidende Hürde, die am Ende nur noch Kiesel mit der Fuchs-Maschine nehmen konnte, war die Lieferzeit. „Eineinhalb Jahre – eine Lieferzeit, wie es uns eine andere Marke angeboten hatte – so lange konnten wir nicht warten“, so der Leiter des Abfallwirtschaftszentrums. „Den MHL320F konnte Kiesel in nur zwei Monaten liefern. Das war perfekt. Mit diesem letzten Puzzleteil stand unsere Entscheidung fest.“ Für den neuen blauen Umschlagbagger beginnt nun der Arbeitsalltag: Verladen der Leichtverpackungen aus den Gelben Säcken.

Wir hatten sehr spezifische Anforderungen an den neuen Bagger und haben daum erst mal nach dem Ausschlussprinzip den Markt sondiert.
Wolfram Gutknecht

Kiesel Schulungs-Service als letztes i-Tüpfelchen

Vier der insgesamt rund 200 Mitarbeiter des ZAKB wurden einen Tag lang, direkt in Heppenheim, von Kiesel auf den neuen Bagger geschult. „Die Schulung ging sehr ins Detail“, berichtet Flecchia. „Wir wurden nicht nur in Bezug auf die praktische Bedienung
und Wartung geschult, sondern erhielten auch wertvolle Tipps – zum Beispiel, wie wir mit dem Ökomodus Sprit einsparen können. Das war wirklich sehr gut.“ Das Team rund um Wolfram Gutknecht und Oliver Flecchia ist insgesamt sehr zufrieden mit dem Kiesel-Service und gespannt darauf, wie sich der „erste Fuchs im Stall“ bewähren wird.

Sortieren und Verladen unterm niedrigen Hallendach – das sind die beiden Aufgaben des neuen Fuchs Umschlagbaggers.