Quantensprung in der Schüttgutverladung

Geklotzt und nicht gekleckert

Ein Mantsinen 120ES Hybrilift modernisiert den Massenumschlag im Duisburger Hafen bei der Rhein-See-Transport GmbH. Kiesel half bei der Wahl der richtigen Maschine und baute diese fachkundig auf.

Ein Herz des Ruhrgebietes schlägt in Duisburg. In Europas größtem Binnenhafen werden Massengüter aller Art umgeschlagen. Auf der Mercatorinsel arbeitet die Rhein-See-Transport GmbH. Den Standort, gegründet 1931, haben die jetzigen Eigentümer 2002 übernommen. Jährlich werden 750.000 Tonnen verladen. Von Schrott über Boden oder Getreide gibt es nichts, das nicht das Transportmittel wechselt. Das Meiste kommt und geht per Schiff. Das Unternehmen versteht sich als Universal-Dienstleister im Materialumschlag und der Erfolg gibt ihnen recht. „2002 lag der Gesamtumschlag bei 100.000 Tonnen“, erklärt Bogdan Puszko, einer der beiden Geschäftsführer, „und die Expansion soll noch nicht zu Ende sein.“ Die Dimensionen lassen es bereits erahnen: Dies ist kein Terrain für kleine Maschinen – hier wird „geklotzt und nicht gekleckert“.

 

Tradition und Moderne

Bei der Rhein-See-Transport GmbH auf der Mercatorinsel waren bislang zwei Seilkräne im Einsatz – im Dienst seit 1958. Als einer davon ersetzt werden musste, war das Anforderungsprofil ambitioniert. Der Ausleger am Kai muss einen Unterschied im Wasserstand des Hafenbeckens beherrschen, der im Jahresverlauf gut 10 Meter betragen kann. Landseitig muss die Umschlagmaschine beweglich und flexibel genug sein, um über eine Mauer hinweg Lastwagen und Waggons zu bedienen. 
Die Rhein-See-Transport GmbH betreibt ein trimodales Terminal. „Kiesel war in der Lage, mit dem Mantsinen 120ES Hybrilift die geeignete Maschine anbieten und individuell konfigurieren zu können“, freut sich Gerd Sparfeld vom Kiesel Vertrieb für Bau- und Umschlagmaschinen. Mit dem ES-Paket für Elektro- und Schienenbetrieb brachte der rote Bagger vom finnischen Spezialisten bereits die  Grundmerkmale mit. Über die enge Zusammenarbeit zwischen Mantsinen und Kiesel – in steter Rücksprache mit dem Kunden – konnten standortspezifische Details schon in die Produktion einfließen. Das begann mit der Schienenspurweite, die auf die Gegebenheiten der Mercatorinsel ausgelegt wurden sowie der Stromversorgung. „Unter  der fachkundigen Leitung von Kiesel wurde der Mantsinen am Kai aufgebaut und von uns schlüsselfertig übernommen“, bestätigt Dr. Robert von der Gracht, ebenfalls Geschäftsführer.

Schon auf den ersten Blick zeigt der kompakte Mantsinen seine modernen Gene gegenüber dem alten Seilkran.

Kompakt, schnell und einfach

Gegenüber dem Seilkran ist der Mantsinen deutlich kompakter – seine optimale Gewichtsverteilung liegt im Verborgenen. Hier sorgt das Hybrilift-System mit integrierter Energierückgewinnung für zusätzliche Effizienzsteigerung. Mit einem Dienstgewicht von 160 Tonnen liegt der Mantsinen 120ES weit unter den 186 Tonnen des Seilkrans. Die Massen haben große Bedeutung, so sind etwa die Kontergewichte maßgeblich mit dafür verantwortlich, welche  Greiferdimensionen benutzt werden können. Auch schnelle Ladespiele bedingen eine gewisse bewegliche Masse. Dabei ist die Kombination aus Größe und  Geschwindigkeit ausschlaggebend für die Effizienz im Massenumschlag. 
Das Gesamtpaket Mantsinen 120 ist mehr als ebenbürtig in der Leistungsperformance und spielt auf modernstem Niveau weitere Vorteile aus.


Das betrifft den Arbeitsplatz des Maschinisten. Hier zeigt sich Geschäftsführer Bogdan Puszko beeindruckt: „Der Fachkräftemangel ist überall ein Problem, da kann man sich die Situation vorstellen, Maschinisten zu finden, die einen gewaltigen Seilkran von 1958 eigenverantwortlich bedienen. 

Der Mantsinen lässt sich wie jeder normale  Hydraulikbagger steuern.

Bogdan Puszko

Die Bedienungsoptionen waren ein wichtiges Argument für die Kaufentscheidung, weiß Gerd Sparfeld von Kiesel. Dazu zählt die ausfahr- und absenkbare Kanzel, mit der die Übersicht auf das Arbeitsfeld erheblich gesteigert wird. In der Summe sind sich bei diesem Kunden alle einig: Ein Quantensprung, der sich gelohnt hat.

 

Die lange Reichweite macht den Mantsinen besonders flexibel auf dem trimodalen Terminal.

Ein leuchtendes Beispiel

Für Kiesel und Gerd Sparfeld ist der Mantsinen 120ES bei der Rhein-See-Transport GmbH auch ein willkommenes Referenzprojekt. Es war der erste Mantsinen in der Vertriebsregion Ruhrgebiet. Die exponierte Lage am Tor zum Hafen kann auch Bogdan Puszko bestätigen: „Hier kommen alle vorbei, die den Hafen anlaufen oder verlassen, und sehen den Umschlagbagger. Schon einige Firmen haben sich bereits danach erkundigt und ihn sich angesehen.“ „Und gekauft“, ergänzt Gerd Sparfeld  von Kiesel. Das Gerät bekommt hier die besten Noten und das hat schon weitere Interessenten beeindruckt.