Ein Fuchs Umschlagbagger belädt Schiffe am Rhein

Der Hafenmeister

Man sieht sie schon von Weitem. Wie Leuchttürme stehen die drei Krananlagen der Freyer Hafenlogistik im Germersheimer Hafen am Rhein. Der Umschlag floriert, sie sind gut ausgelastet. Seit August 2019 haben sie darum Verstärkung bekommen. Der neue Fuchs MHL375F sieht neben den großen Anlagen fast wie ein Spielzeug aus. Dabei leistet er bereits jetzt deutlich mehr als seine fest installierten großen Kollegen.

Auf den ersten Blick sieht er wie ein Spielzeug aus - jedoch überzeugt der MHL375F durch Leistung und Reichweite

„Die Umschlagleistung des Fuchs Umschlagbaggers ist deutlich besser als die unserer fest installierten Kräne“, freut sich Peter Freyer, Inhaber der Freyer Hafenlogistik. „Zum einen kann der MHL375F agil dort eingesetzt werden, wo er gerade gebraucht wird. Zum anderen können wir mit ihm viel präziser fahren und das Material punktgenau im Schiff positionieren. Er ist ein echter ‚Hafenmeister‘. Und das bedeutet eine enorme Effizienzsteigerung für uns.“

 

Reger Umschlag am Rhein

Der Rhein ist ein schneller und kostengünstiger Transportweg. Große Binnenschiffe aus Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam, mit bis zu 135 Metern Länge, legen hier regelmäßig an, um Massen- und Stückgüter zu löschen oder aufzunehmen. Die Freyer GmbH betreibt den Umschlag seit der Geburtsstunde des Germersheimer Hafens 1969. Peter Freyer leitet das Familienunternehmen heute in der dritten Generation. „Im Jahr schlagen wir rund 500.000 Tonnen Material um, davon 70.000 Tonnen Schrott“, erklärt er.

In nur zwei Tagen muss ein Schiff mit bis zu 3.000 Tonnen Schrott beladen sein.

Ein Schiff in 2 Tagen beladen

„Ein Schiff muss innerhalb zwei Tagen beladen sein“, so Freyer. „Das bedeutet, dass wir innerhalb dieser kurzen Zeitspanne in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 Tonnen bewegen müssen.“ Die Schrotthändler brauchen mit ihren LKW oft bis zu 250 Ladungen, um den Schrott für eine Schiffsladung anzufahren. „Das ist in zwei Tagen gar nicht zu schaffen.“ Darum hat Freyer sein Zwischenlager jetzt auf 1.500 Tonnen  Fassungsvermögen vergrößert. „Die LKW haben nun eine Woche Zeit, die benötigte Menge anzufahren und unser neuer Fuchs kann dann das Schiff mit dem Material direkt aus dem Bunker oder dem Zwischenlager zügig beladen.“ Mit dem fest am Baggerstiel installierten 1,2-Kubikmeter-Greifer von HGT geht das dann auch recht zügig.

„Die Umschlagleistung des Fuchs Umschlagbaggers ist deutlich besser als die unserer fest installierten Kräne.“ 

Peter Freyer

Der Spezialist für den Schrottumschlag

Der MHL wird ausschließlich für den Schrottumschlag eingesetzt. Die 64 Tonnen Einsatzgewicht des Baggers sind dafür ideal. Wichtig für den Unternehmer war die Ausladung von 20 Metern, um in den Schiffen auch noch an den letzten Winkel zu gelangen.

Freyer, der selbst auch ab und an noch seine Maschinen fährt, ist nicht nur vom sparsamen Spritverbrauch, sondern auch von der guten Sicht begeistert. „Mit der hochfahrbaren Kabine ist man mitten drin im Geschehen“, berichtet er. Seine Fahrer, die sich in den 8-bis-10-Stunden-Schichten abwechseln, loben auch den hohen Komfort der Kabine, die einfache Bedienung und Schnelligkeit der Maschine.

 

Gute Erfahrung mit der Serviceleistung von Kiesel

Für den Hafenlogistiker ist der MHL der erste Fuchs im Maschinenpark. Doch mit Kiesel arbeitet Freyer bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammen und ist sehr zufrieden mit der Service-Qualität.

Aktuell sind außerdem drei Hitachi-Radlader ZW250 mit High Lift bei seiner Tochtergesellschaft Freyer Baustoffe GmbH im Einsatz, die sich auf dem gleichen Gelände im Hafen Germersheim befindet. Ob Hitachi-Radlader oder nun auch Fuchs-Bagger, „die Techniker und Berater in der Kiesel Niederlassung in Karlsruhe sind immer schnell da, wenn wir sie brauchen und leisten gute Arbeit“, erläutert Peter Freyer. „Das war für uns auch der entscheidende Grund, auf eine Marke zu setzen, die von Kiesel geführt wird.“ Und auch die Einweisung für den neuen Bagger hat das gute Gefühl bei der Entscheidung des Geschäftsführers bestätigt. „Die Schulung auf die neue Maschine war professionell – von Kiesel hab’ ich auch nichts anderes erwartet“, so der Geschäftsführer.

Einen besseren Blick auf das Arbeitsfeld des MHL375F hat man außer in der hochfahrbaren Kabine nur aus der Adlerperspektive.