Die Aug. Baumgärtner GmbH & Co. KG fährt seit Jahrzehnten Maschinen von Fuchs

Fuchs-Kunde von Anfang an

„Eine langjährige Partnerschaft funktioniert nur dann, wenn man ein Produkt hat, mit dem man gut arbeiten kann. Weiterhin benötigt man ansprechpartner beim lieferanten, die verfügbar sind, sich engagieren und für die man keine Nummer ist“, sagt rudolf Baumgärtner von der aug. Baumgärtner GmbH & Co. KG aus dem oberschwäbischen Weingarten, einem der ersten Kunden von Kiesel.

Direkt beim Betreten des Recyclinghofs fällt die Ordnung auf dem Platz und der gepflegte Zustand der Maschinen auf.


Bereits seit 1850 bildet der Handel mit Eisenschrott und gebrauchten NE-Metallen die grundlage des oberschwäbischen Unternehmens. Rudolf baumgärtner kümmert sich um den kaufmännischen bereich und führt das Unternehmen zusammen mit seinem bruder Thomas, der für die Technik verantwortlich ist, bereits in der 5.generation. An den betriebsstätten in Weingarten und Mengen werden jährlich rund 30.000 Tonnen Altmetall sortenrein separiert, zu wertvollen Sekundärrohstoffen aufbereitet und in den Produktionsprozess zurückgeführt. Als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb mit 26 Mitarbeitern und eigenem Containerdienst ist es der Anspruch von baumgärtner, dass Wertstoffe aus gewerbe und Privathaushalten sachgerecht gesammelt und recycelt werden und gemeinsam mit den Kunden für jede Entsorgungsaufgabe die ökologisch und wirtschaftlich sinnvollste Lösung gefunden wird.

An eine lustige begebenheit erinnert sich Rudolf baumgärtner noch gerne: bei einem Fest im betriebshof von Kiesel, das er zusammen mit seinem großvater, dem damaligen geschäftsführer, besucht hatte, nahm er als noch recht kleiner bub an einem geschicklichkeitswettbewerb mit einem bagger teil und absolvierte die Aufgaben zur Freude des Opas und von Helmut Kiesel problemlos. Dieser frage ihn darauf, 
was er eines Tages werden wolle, darauf der Junge: „Schrotthändler“. Für ihn und seinen bruder Thomas war immer klar, dass sie so bald als möglich in den betrieb einsteigen wollten, um den Vater zu entlasten. bereits seit 1997 sind die beiden in der geschäftsführung tätig, 2011 hat sich Vater Dieter zurückgezogen. Die Zusammenarbeit zwischen den generationen hat hier immer sehr gut funktioniert. Auch die Zukunft des Unternehmens ist mit den Kindern der beiden geschäftsführer gesichert, bereits heute arbeiten diese samstags neben der Schule im Unternehmen mit.

 

Qualität, Sorgfalt und Ordnung

Der Fuhrpark von Baumgärtner umfasst neun Lkw, drei bagger (zwei am Standort Weingarten, einer in Mengen) sowie diverse Stapler. Insgesamt werden 25.000 Tonnen Stahlschrott und 5.000 Tonnen Metalle sowie die gesammelten Abfälle des Containerdienstes bewegt. Gewerbliche und private Kunden aus der näheren und weiteren Umgebung liefern die Materialien, viele von ihnen kommen seit Jahren. Eine Expansion ist nicht nur wegen der räumlichen Beschränkungen am Standort kaum möglich, sondern auch, weil es nicht einfach sei, gute und verlässliche Mitarbeiter zu bekommen. „Ein weiterer Lkw wäre gleich gekauft, wir brauchen aber dann auch einen guten Mann, der hinter dem Lenkrad sitzt.“ bevor man Leute ins Team hole, die nicht passen, verzichte man lieber auf weitere Expansion, sondern konzentriere sich auf Qualität und bestmögliche Kundenbetreuung, erklärt Baumgärtner.

Bei Baumgärtner werden seit Jahrzehnten ausschließlich Fuchs-Maschinen gefahren.

 

Grundsätzlich fällt auf, dass Mitarbeiter bei Baumgärtner mit hoher Wertschätzung behandelt werden, ebenso sind Betriebseinrichtung und Fuhrpark immer top in Schuss, die Mehrzahl der Mitarbeiter kümmert sich intensiv um die Maschinen, mit denen sie arbeiten. Weiterhin gehören Ordnung und Sauberkeit zu den Grundsätzen des Unternehmens, direkt beim betreten des Recyclingplatzes fallen die klaren Strukturen und die sehr gepflegten Maschinen ins Auge. „Der erste Eindruck unseres Unternehmens soll überzeugen. Wir pflegen einen wertschätzenden Umgang mit Mensch und Maschine.“


Ein MHL345F aus 2017 und ein MHL331D bestreiten derzeit den Umschlag in Weingarten, am Standort Mengen arbeitet ein MHL320F, der dort alle Sortier- und Verladearbeiten bewältigt. Wurden die Maschinen früher nach dem Vorschlag von Helmut Kiesel erneuert, erfolgt dies heute immer nach etwa 8.000 Stunden oder acht Jahren. Matthias Ortner, der Baumgärtner seit vielen Jahren betreut, fügt hinzu: „Dabei sehen die Maschinen hier nach 8.000 Stunden aus wie bei anderen nach 500 Stunden.“ 

 

„Wir sind immer Fuchs gefahren.“

Früher wurde der Recyclinghof in Weingarten mit drei Maschinen betrieben, wobei die älteste immer als Springer fungiert und mit der Magnetplatte Material sortiert hat. Nun wird der MHL331D mit einem TQC eingesetzt, sodass er flexibel zwischen zwei Greifern und Magnetplatte hin- und herwechseln und somit die Sortier- und Ladearbeiten im Wechsel übernehmen kann. Der MHL345F ist vor allem in der Verladung tätig. Die Größe dieser Maschine mit einer Reichweite von 13,40 Metern ist für den Umfang der Umschlagmenge oder auch bei der Beladung von Containern notwendig: Mit dieser Maschine kann ohne häufiges Umsetzen gearbeitet werden. Ebenso waren auch die Standfestigkeit der Maschine aufgrund des nächstgrößeren Unterwagens sowie die gute Übersicht des Maschinenführers über das Arbeitsfeld wichtige Argumente für den MHL345F.

Auf die Frage, seit wann das Unternehmen bereits Fuchs fährt, antwortet Rudolf Baumgärtner: „Seit dem Zeitpunkt, an dem Kiesel Fuchs verkauft hat. Daher also auf jeden Fall seit über 50 Jahren, bis Matthias Ortner kam, wurden wir immer von Helmut Kiesel betreut.“ Matthias Ortner und Frank Böhm vom Service arbeiten dauerhaft eng mit Thomas Baumgärtner zusammen, unterstützen bei technischen Problemen oder bringen im Bedarfsfall Ersatzteile vorbei. „Diese Leute sind beide die Zuverlässigkeit in Person, das ist für mich das Pfund, mit dem Kiesel wuchern kann. Das ist das Stück des Familienunternehmens Kiesel, wie wir es von früher kennen. Persönliche und direkte Betreuung, die dafür sorgt, dass man als Unternehmen nicht beliebig austauschbar ist.“

 

Gebietsverkaufsleiter Matthias Ortner weiß, dass Kiesel mit den mittelständischen Unternehmen groß geworden ist, und hält daher diese Werte hoch und betreut seine Kunden sehr individuell – das zeigt sich in regelmäßiger Präsenz vor Ort und dauerhafter Erreichbarkeit. Es ist wichtig, sich in den Alltag und die Bedürfnisse der Kunden hineinversetzen zu können, um sie dauerhaft richtig zu beraten. „Unsere Fahrer fahren nicht nur Fuchs, sie leben Kiesel, weil es über Jahrzehnte toll funktioniert hat“, sagt Rudolf Baumgärtner. „Ein anderes Fabrikat hätte ich meinem langjährigen Fahrer nicht ohne größere Turbulenzen zumuten können.“ Im Unternehmen ist jedem Fahrer eine Maschine fest zugeordnet, der dieser Maschine dann in- und auswendig kennt. 

Die langjährige Partnerschaft mit Kiesel ist für ihn nur möglich durch „Personen, die man greifen kann und die da sind, wenn man sie braucht“, erklärt Rudolf Baumgärtner. „Zudem braucht man natürlich auch ein Produkt, das verlässlich ist und gut funktioniert. Außerdem möchte ich bei meinem Lieferanten keine Nummer sein und nicht vergessen werden, weil es viele größere Kunden gibt. Wenn es soweit kommen würde, dann wäre letztendlich die Marke egal, dann würde am Ende nur noch der Preis entscheiden.“


Helmut Kiesel hatte Baumgärtner über Jahre damit überzeugt, dass er von seinen Maschinen nicht nur überzeugt war, sondern diese auch mit Leib und Seele „gelebt“ hatte. Für ihn war es immer das wichtigste, sich intensiv und individuell um seine Kunden zu kümmern. Er hat nie vergessen, worauf der Erfolg seines Unternehmens fußt: Auf der individuellen und intensiven Betreuung der Kunden, die bei Baumgärtner in den letzten Jahren durch Matthias Ortner fortgeführt wurde.