Kiesel setzt mit Hitachi ZX870LCD-3 XXL Demolition Maßstäbe

02. März 2012

Bis zu 50 m Abbruchhöhe, rund 150 t Einsatzgewicht – das klingt gerade in Deutschland ein bisschen nach Fantasterei, aber dem ist nicht so. Mitte November stellten die Kafril + Reinwald Spezialabbruch GmbH und Kiesel den ersten Hitachi ZX870LCD-3 XXL Demolition in Trebsen gemeinsam vor.

Neue Höhen-Dimensionen: der ZX870LCD-3 XXL Demolition in voll ausgefahrener Arbeitshöhe

Hitachi ZX870LCD-3 XXL Demolition

Spezialisten für Abbruchaufgaben: Kafril und Reinwald

Marode Industrieanlagen, veraltete Fabriken und ungenutzte Gebäude hemmen wirtschaftliches Wachstum und belasten die Umwelt. Die Kafril + Reinwald Spezialabbruch GmbH schafft wirtschaftlich, zuverlässig und umweltfreundlich Raum für Verbesserungen. Der Fokus des Unternehmens liegt auf Abbrüchen in großen Höhen, schweren Industrieabbrüchen sowie komplizierten Rückbauaufgaben im innerstädtischen Bereich. ??? Das Unternehmen wurde 2011 von den beiden Firmen Kafril Abbruch GmbH und Reinwald Entsorgungs GmbH gegründet, die seit über 20 Jahren im In- und Ausland erfolgreich in den Bereichen Abbruch, Erdbau, Altlasten- und Schadstoffsanierung tätig sind. In den Unternehmen sind über 200 qualifizierte, deutsche Mitarbeiter beschäftigt. Ein umfangreicher, moderner Maschinen- und Gerätepark sowie zahlreiche Zertifizierungen sichern einen hohen Qualitätsanspruch. Mit der Gründung der Kafril + Reinwald Spezialabbruch GmbH wurden die Fähigkeiten und Kapazitäten beider Unternehmen gebündelt.

Beeindruckende Leistungsdaten

Auf den ersten Blick könnte der ZX870LCD-3 XXL Demolition dem Vergleich mit einem Ungetüm aus der Urzeit, dem Brachiosaurier, glatt standhalten, aber er ist natürlich mehr als nur eine kolossal große Maschine mit enormen Abmessungen. Aufgrund der Gesamtmasse des Grundgerätes und ausgerüstet mit einem dreistufigen Teleskop-Abbruchausleger ist er in der Lage mit bis zu 3 t schweren Abbruchwerkzeugen (inklusive Schnellwechsler) in 50 m Arbeitshöhe Abbrucharbeiten auszuführen. Das Einsatzspektrum wird nach unten hin durch einen dreiteiligen Heavy-Duty-Ausleger mit einem zulässigen Anbaugewicht von 6 t und einem Abbruch-Verstellausleger, der den Einsatz von beachtlichen 10 t Anbaugewicht erlaubt, erweitert. Diese Konfiguration macht ihn trotz seiner beeindruckenden Größe zu einem flexiblen, vielseitig einsetzbaren Abbruchsystem, das den Arbeitsbereich -7 m bis 50 m komplett abdeckt und somit sowohl auf Großbaustellen als auch bei Hoch- und Spezialabbrüchen gut aufgestellt ist.

Von der Idee zur Wirklichkeit

Solch eine Maschine wie der 870er in dieser Spezifikation ist naturgemäß ein Projekt, das über einen längeren Zeitraum angelegt läuft und so verwundert es nicht, dass der Startschuss für diese Entwicklung schon vor zwei Jahren fiel. Toni Kiesel, Geschäftsführer und Mitinhaber der Kiesel GmbH, war der Initiator, der mit Jens Karnahl (Geschäftsführer KAFRIL Abbruch GmbH) und Andreas Stolle (Geschäftsführer REINWALD Entsorgungs GmbH), zwei kompetente Partner aus der Branche für die Umsetzung „Höchster Abbruchbagger in Deutschland“ begeistern konnten. In intensiven Gesprächen wurden die Rahmenbedingungen sowie die technischen Eckdaten der Maschine festgelegt. Doch diese Maschine, von ihren neuen Besitzern liebevoll „Beast of the East“ getauft, soll kein Einzelstück bleiben, bestätigt Burkhard Janssen vom Produktmarketing bei Kiesel. Die gesamte Entwicklung, wie auch die beteiligten Unternehmen zeigen, dass für diese Maschinengröße ein entsprechend großer Markt vorhanden ist. Bei dieser deutsch-japanisch-englischen Ko-Produktion waren neben den Auftraggebern sowie mehreren Abteilungen der Kiesel Gruppe wie beispielsweise das Produktmarketing und die Kiesel Technologie- und Entwicklungsgesellschaft (kurz K-TEG) unter anderem die Kocurek Excavators Ltd. (Umbau Ober- und Unterwagen, Auslegerbau inkl. aller statischen Berechnungen) und Oil Ouick Deutschland GmbH (HQC 180, OQ80, OQ90, OQ120) beteiligt.

Groß und dennoch effizient

Auch oder gerade ein Abbruchbagger in diesen Dimensionen muss den Anforderungen nach Wirtschaftlichkeit und Effizienz gerecht werden, damit sich die Investition rentiert. Genau darauf legten die Visionäre und Entwickler schon in der Planung ihr Augenmerk. Der Grundgedanke zum Aufbau dieser Maschine ist recht schnell erfasst. Trotz der rund 148 t Einsatzgewicht (mit Ausleger und Kontergewicht) soll er in der Bedienung und Handhabung einem Kettenbagger in der unter 100 t – Klasse in nichts nachstehen. Um dies zu erreichen, wurde viel Wert auf eine hohe Mobilität und Flexibilität der Komponenten gelegt. Das beginnt bei der Konzeption des Auslegerwechselsystems geht über die Verstellbarkeit des Unterwagens bis hin zum hydraulisch absetzbaren Gegengewicht. ??? Perfekte Abstimmung im Detail

Um die maximale Arbeitshöhe von 50 m voll ausschöpfen zu können, bedarf es einer entsprechenden Gegengewichtung. Der hydraulisch verstellbare sowie verlängerte Unterwagen ist hierfür die Basis. 7.800 mm lang und maximal 5.425 mm breit im ausgefahrenen Zustand für den Arbeitseinsatz, bietet er einerseits eine fast quadratische Aufstandsfläche und andererseits mit rund 13 t Mehrgewicht eine Erhöhung der Standsicherheit. Die Verkleinerung der Fahrwerksbreite auf 3.465 mm hingegen (damit liegt sie unter der magischen 3,5 m Grenze) vereinfacht den Transport. Die Montage und Demontage des Kontergewichtes, meist ein etwas umständlicher und darüber hinaus zeitraubender Vorgang, bekommt mit dem hydraulisch absetzbaren Gegengewicht (22,1 t) eine neue Dimension. Mit sozusagen einem „Knopfdruck“ lässt es sich automatisch absetzen bzw. wieder aufnehmen und somit auch für den Transport relativ einfach handhaben. Lästige und langwierige Auslegerwechsel gehören dank des Hitachi Quick Connect (HQC) der Vergangenheit an. Das in dieser Maschine eingesetzte HQC 180 verfügt über 30 Anschlüsse für Hydraulik, Wasser, Fett, Strom und Pressluft, sodass ein Wechsel zwischen den drei mitgelieferten Auslegern in kürzester Zeit durchführbar ist. Der Fahrer muss noch nicht einmal die Kabine verlassen, da das System den verwendeten Ausleger automatisch erkennt und die Hydraulik der Grundmaschine dementsprechend anpasst. Erste Wechselvorgänge zeigen, dass sich der Zeitaufwand auf weniger als 15 Minuten verringert hat. Diese Einsparung kommt sicherlich auch dem Kunden zugute.

Ergänzt wird dieses Wechselsystem mit einem hydraulischen Schnellwechselsystem (Oil Quick OQ80/90/120) für die Anbaugeräte. In puncto Sicherheit fällt die hydraulisch kippbare Kabine mit dem FOPS-Dachschutz sowie Frontscheibenschutz auf. Sie ist sehr geräumig und bietet dem Fahrer durch die spezielle Scheibenanordnung (Sicherheitsglas) den notwendigen guten Blick auf den Ausleger. Für die gute Begehbarkeit der Maschine sorgt eine breite Standfläche neben der Kabine, die wie ein „Gehweg“ bis zum Heck des 870er führt. ??? Einem der größten Probleme auf Abbruchbaustellen, der Staubentwicklung, begegnet diese Maschine mit zwei 500 l Wassertanks, die hinter dem Kontergewicht sitzen und die Sprühanlage über die im Ausleger integrierte Wasserleitung versorgen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit einem externen C-Rohr über einen Festanschluss die Wasserversorgung zu ergänzen. ??? Eines der ersten Projekte, bei dem sich das neue „Beast of the East“ beweisen wird, ist der Abbruch einer US-Militär-Bunkeranlage mit einer Mauerstärke von bis zu 1 m im Januar diesen Jahres. Hier kann der Hitachi ZX870LCD-3 XXL Demolition zeigen, dass er eine konzeptionell gut durchdachte Maschine ist, die im Einsatz ihre Qualitäten auf den Punkt genau abrufen kann.

  • Kontakt
Tanja Buchholz

Referentin für Presse- / Öffentl.
Tanja Buchholz

 +49 751 50 04 818
 marketing(at)kiesel.net

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