Das 1100 PS Hammerkonzert

Sanierungsarbeiten am Frankfurter Airport

Power für Nachtbaustelle: Hitachi Kettenbagger

Jeden Abend rollt die Flotte wieder an

Nicht nur der Schauplatz ist beeindruckend, sondern auch die Geräuschkulisse, die sich aus einem Zusammenspiel der Baufahrzeuge und den startenden sowie landenden Maschinen rund um die Baustelle ergeben. Das fast schon gleichmäßige „Tack – Tack – Tack“ der vier Hydraulikhämmer, angetrieben von fast 1100 PS Motorleistung ist aber unüberhörbar, wenn man sich nähert. Mittlerweile ist es kurz nach 21 Uhr und wir befinden uns am Ort des Geschehens, auf dem Taxiway M zwischen der Centerbahn und der Start- und Landebahn Süd des Frankfurter Flughafens. Hier werden parallel zum laufenden Flugbetrieb die Sanierungsarbeiten durchgeführt. Besonders erschwerend kommt hinzu, dass ab 5 Uhr der Roll-Flugverkehr wieder über das sanierte Teilstück geleitet wird. Dafür darf die neue Asphaltdecke nur noch maximal 80 Grad haben, um der Belastung standzuhalten. Alles in allem ein echt „heißer Ritt“, der jede Nacht vollbracht werden muss.

Insgesamt sind 270 Nettoarbeitstage für die Sanierung des Taxi-Runways eingeplant, so dass nach derzeitiger Planung das Bauvorhaben nach einer rund 1,5 jährigen Bauzeit (zwischen November und März ruht die Baustelle wetterbedingt) im Juli 2013 abgeschlossen sein wird.

Eine ungewöhnliche Nachtschicht

Wenn in Deutschland so langsam die Nacht einbricht, stehen in Frankfurt die gut 60 Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen F.Kirchhoff GmbH, Strabag AG und der BMTI in den Startlöchern und warten am Rande der Startbahn Süd auf die Freigabe des Towers, um die Startund Landebahn zu überqueren. Alle Maschinen sind auf Tiefladern und stehen wie eine große Karawane mit laufenden Motoren zur Abfahrt bereit. Fast „Gongschlag“ 21 Uhr erscheint das Begleitfahrzeug der Vorfeldkontrolle und der gesamte Tross setzt sich in Bewegung. Jetzt gilt es ohne große Verzögerung die Arbeiten aufzunehmen, da das all nächtliche Zeitfenster nur maximal acht Stunden, von 21 bis 5 Uhr morgens, umfasst. Der insgesamt mehr als 5 km lange Taxiway wird auf einer Länge von ca. 3,5 km, unterteilt in 10 Sektoren, erneuert. Jeder der Sektoren hat eine Länge zwischen 260 m und 530 m. Pro Nacht werden so bis zu 1000 m2 Fläche saniert. Da klingen 8 Stunden Baufenster im ersten Moment nach viel Zeit, aber für die anstehenden Arbeitsschritte ergibt sich ein straff durch organisierter Ablauf im Zusammenspiel der einzelnen Kräfte.

Geballte Kraftpakete

Wer im ersten Moment ein gewisses Durcheinander erwartet, ist überrascht mit welcher Präzision der Ablauf von statten geht. Das eingespielte Team geht nahtlos vom Abladen zum Aufbrechen über. Nachdem als Vorarbeit per Trennschleifer das Baufeld begrenzt wurde, rücken vier Hitachi ZX350LCN-3 bzw. LC-3 bestückt mit MTB285 Hydraulikhämmern (ausgerüstet mit Pyramidenmeisel) der alten Betondecke zu Leibe. Die 35 Tonner mit einer maximalen Losbrechkraft von 246 kN brechen die Betondecke in transportfähige Stücke. Sind die ersten Meter geschafft, kümmern sich die zwei ZX350LC-3 um die Verladung auf Lastwagen. Das geborgene Material wird in einer auf dem Flughafengelände befindlichen Aufbereitungsanlage zerkleinert und findet sich später im Aufbau als ungebundene Tragschicht wieder. Wenn hier eine Maschine ausfällt, bringt das den ganzen Zeitplan durcheinander, was am Ende die ausführenden Bauunternehmen Geld kosten kann. Für die Rundum-Sorglos- Betreuung steht die Kiesel Gruppe auf Abruf bereit, so dass maschinenseitig die Baustelle nicht ins Stocken geraten kann.

Endspurt

Wenn die Hälfte des Baufeldes aufgebrochen und ausgehoben ist, beginnen das Planieren und Verdichten des Untergrundes, der Einbau der ungebundenen Tragschicht und die Verlegung der Kabelleerrohre für die Taxiway-Befeuerung. Dabei wird auch auf Hitachi-Power gesetzt: Vier Mobilbagger ZX190W-3 mit verschiedenen Anbaugeräten sind auf dem Gelände im Einsatz. Nach Abschluss dieser Arbeiten erfolgt der Einbau der bituminösen Tragschichten. Zu diesem Zeitpunkt sind die Aufbruch- und Entsorgungsarbeiten beendet, so dass die vier Kraftpakete wieder abrücken können. Jetzt kommen die Spezialisten für die Anfertigung der Schwarzdecke zum Zuge. Die neue Teerdecke wird mit einer Toleranz von maximal zwei Zentimetern und einer Dicke von 60 cm an der Schulter sowie 80 cm in der Mitte erstellt. Punkt 05.00 Uhr muss die Temperatur auf 80 Grad abgekühlt sein, bisher wurden immer 70 Grad erreicht, so dass der Flugverkehr wieder starten kann. Der verantwortliche Bauleiter der ARGE F.Kirchhoff Straßenbau GmbH/Strabag AG zeigt sich über die Leistung des Teams und der eingesetzten Hitachi Kettenbagger sowie dem begleitenden Service sehr zufrieden.


 

Maschinendaten - Kurzinfos:

Hitachi ZX350LCN-3

  • 32,6 – 36,2 t Betriebsgewicht
  • 1,03 – 1,84 m3 Löffelvolumen
  • 202 kW Isuzu-Turbomotor

Hitachi ZX190W-3

  • 18,0 – 20,4 t Betriebsgewicht
  • 0,51 – 1,20 m3 Löffelvolumen
  • 122 kW Isuzu-Turbomotor
  • Kontakt
Tanja Buchholz

Referentin für Presse- / Öffentl.
Tanja Buchholz

 +49 751 50 04 818
 marketing(at)kiesel.net

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